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leute
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Bartels, Heinrich
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Kapitän Bartels war Marineoffizier Mitte fünfzig, als er
die Leitung der Logistik für die Operation
"Hannibal" übernahm.
Stationiert in Gotenhafen, dem heutigen Gdynia,
unterstand er direkt Admiral Buchardi, der
wiederum Großadmiral Dönitz unterstand
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Bertram, Heinrich
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Der dritte Offizier der "Gustloff". Er wurde zum
Nachfolger des Kapitäns bestimmt, nachdem Carl
Lübbe während der Jungfernfahrt nach Madeira
auf der Brücke einer Herzattacke erlag.
Friedrich Petersen war der Ersatzkapitän, der
die Reise zu Ende bringen sollte. Bertram war
der am längsten dienende Kapitän an Bord der
"Gustloff". Er verbrachte den größten
Teil seiner Dienstzeit auf der „Gustloff“
und erlebte sie als Hospitalschiff und ab dem
20. Februar 1944 als schwimmende Kaserne.
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Bonnet, Max
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Oberstewart auf der "Gustloff". Er war derjenige,
der - noch in seinem weißen Jackett gekleidet -
der Besatzung Cognac servierte, als in der Nacht
des 30. Januar 1945 die Torpedos das Schiff
bereits getroffen hatten.
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Brickmann, Kommandant
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Kommandant des Torpedofangbootes
TS2, das um 03:00 Uhr die Stelle des
Unterganges der "Gustloff" am 30.
Januar 1945 erreichte und die Rettungsaktion
aufnahm. (gemäß dem Buch „The Cruelest
Night“ von Dobson, Miller & Payne; es
bleibt jedoch die Frage nach der Richtigkeit
dieser Angabe.)
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Brinkmann, Woldemar
1890-1959
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Der Architekt, Designer und Professor aus München, der die
Inneneinrichtung der "Gustloff" und
der "Robert Ley" entwarf. Er war der
bevorzugte Innenarchitekt von Adolf Hitler.
Seine ersten großen Schiffsprojekte waren die
"Scharnhorst" und die
"Gneisenau" für den Norddeutschen
Lloyd im Jahr 1934.
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Buchardi, Theodore
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Er war verantwortlich für die Leitung der Operation
"Hannibal" im Bereich der östliche
Ostsee und der preußischen Küste. Ein
Hardliner, der nach der Parole „Kampf bis zum
letzten Mann“ lebte. Er unterstand Admiral Dönitz.
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Dankel, Leutnant
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Ein Offizier der 2.U-Bootdivision an Bord der
"Gustloff", der versuchte, die
Rettungsmaßnahmen beim Untergang zu
koordinieren. Er hielt die Flut der
aufgebrachten Menschen zurück und feuerte
Warnschüsse über die Köpfe der Offiziere der
Besatzung hinweg, die versuchten, nur sich
selbst zu retten.
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Diewerge, Wolfgang
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Reicher Nazi -Autor, der an zwei antisemitischen Büchern über
die Ermordung Wilhelm Gustloffs mitwirkte:
"Der Fall Gustloff", gefolgt von
"Ein Jude hat geschossen" im Jahr
1937.
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Dönitz, Karl
(1891-1980)
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Großadmiral der deutschen Kriegsmarine. Er befahl die
Operation "Hannibal" - die größte
seegestützte Evakuierung der Geschichte, an der
auch die "Gustloff" beteiligt war. Er
diente der Marine in beiden Weltkriegen. Er
stieg schnell auf und kommandierte die berühmte
deutsche U-Bootwaffe in der Schlacht im Atlantik
im zweiten Weltkrieg. Nach Hitlers Selbstmord
wurde er durch dessen letzten Willen zum
Reichskanzler von Deutschland. Seine Amtsperiode
dauerte nur 20 Tage. Die Ironie des Ganzen: Dönitz
war nie Mitglied der Nazi-Partei.
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Ehrenburg, Ilya
(1891-1967)
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Ein russischer Schriftsteller und Journalist, der durch
seine Artikel in der „Krasnaya Zvezda“ berühmt
wurde, in denen er seinen leidenschaftlichen
Hass auf die deutschen Feinde kundtat. Die
Sowjet-Soldaten liebten seine Werke. Viele
Historiker meinen, dass durch sie die brutale Rache der
Roten Armee für die Besetzung Russlands
intensiviert worden ist -
eine Rache, die viele Ostpreußen zwang, mit Schiffen wie
der Gustloff umgehend nach Westen zu fliehen.
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Fick, Werner
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Ein Offizier auf dem VP-1703, einem alten Marine-Kurierboot.
Er fand den letzten Überlebenden der
"Gustloff", nachdem das Schiff
gesunken war. Es war ein Baby, das blau vor Kälte
und nackt zwischen Erfrorenen in einem
Rettungsboot überlebte. Er adoptierte das Kind,
als seine Eltern nicht mehr ausfindig gemacht
werden konnten.
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Frankfurter, David
(1909-1982)
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Kämpfender jüdischer Medizinstudent, der am 4.Januar 1936
Wilhelm Gustloff in Davos (Schweiz) erschoss. Er
handelte aus freien Stücken und wurde nach
seinem Prozess für den Rest des Krieges
eingesperrt. Als der Höhepunkt des Krieges
vorbei war, wurde er begnadigt und am Ende des
zweiten Weltkrieges freigelassen. Er ließ sich
in Palästina nieder und wurde beim
Verteidigungsministerium des Staates Israel
angestellt, als der Staat gegründet wurde.
In seiner Jugend erkrankte er an Tuberkulose. Zwischen
seinem 6. und 23. Lebensjahr wurde er fünfmal
operiert. Bei einer der Operationen blieb hinter
einem Ohr ein Loch zurück. Ironischerweise
besserte sich sein Gesundheitszustand erst während
seiner Haft in einem Schweizer Gefängnis, in
dem er wegen der Ermordung Gustloffs eingesperrt
war.
Als junger Mann beschloss er Arzt zu werden und studierte
sporadisch an namhaften Bildungseinrichtungen
der Schweiz. Die letzte Schule die er besuchte,
war die Uni von Bern. Hier hoffte er, seine
Doktorarbeit über Erkenntnisse von Krebs
schreiben zu können. Gesundheitliche Probleme,
interne Uneinigkeit und seine ständige
Achtsamkeit vor der Nazi-Bedrohung verhinderten
den Erfolg jedoch und beeinträchtigten zudem
seine Konzentrationsfähigkeit bei seinen
Studien.
David Frankfurter starb im Jahr 1982 eines natürlichen
Todes im Alter von dreiundsiebzig Jahren. Er
hinterließ eine Frau und zwei Kinder.
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Frankfurter, Moritz
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David Frankfurters strenger Vater und Rabbi der Stadt
Daruvar/Jugoslawien (heutiges Kroatien).
Obwohl er das Attentat seines Sohnes denunzierte, so litt er
dennoch unter der Handlung von David. Als die
Nazis in Jugoslawien einfielen, stand die
Familie Frankfurter auf der Liste der SS-Feinde.
Am 06. April 1941 wurde Moritz gefangen genommen
und öffentlich gefoltert.
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Galitsky, K. N.
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General im Stab der 11. Gardearmee und verantwortlich für
den ersten Vorstoß der Roten Armee nach
Deutschland über die Vorkriegsgrenzen um
Nemmersdorf.
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Gustloff, Hedwig
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Frau des ermordeten Naziführers Wilhelm Gustloff. Sie stand
auf der Plattform des Schiffes, das den Namen
ihres Mannes – Wilhelm Gustloff – trug und
taufte das Schiff. Paradox: Ungeachtet der
Position ihres Ehemannes arbeitete sie bereits
kurz nach ihrer Heirat gelegentlich für den jüdischen
Rechtsanwalt Moses Silberroth in Davos.
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Gustloff, Wilhelm
(1896-1936)
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Deutscher Führer der Schweizer Nazipartei. Gustloff wurde
in seinem Haus von David Frankfurter erschossen,
einem Juden, der über den Eingriff der Nazis in
Europa besorgt war.
Sowohl Frankfurter als auch Gustloff litten an einer Form
der Tuberkulose. Gustloffs Zustand beeinträchtigte
seine Lungen.
Dieser Umstand sorgte dafür, dass ihn sein Arzt 1914 nach
Davos (Schweiz) schickte. Davos war bekannt für
seine Sanatorien und für die klare Bergluft.
Gustloff hätte bevorzugt, in der Armee zu dienen, was
jedoch sein gesundheitlicher Zustand nicht
erlaubte. Stattdessen wurde er Verwalter für
Wetterkarten auf einer deutschen Wetterstation
in Davos. Bei einer Reise nach München 1923
wurde er einer der ersten Mitglieder der bis
dahin größtenteils unbekannten Nazipartei. Er
nahm deren Thesen mit nach Davos und
beabsichtigte, das Nazitum in der Schweiz zu gründen
und zu stabilisieren. Schnell errang er den
Titel „Landesgruppenleiter“.
Heimlich erstattete er Report nach Deutschland über ausländische
Staatsbürger in der Schweiz oder über Besucher
aus Deutschland. Sein Augenmerk richtete sich
besonders auf jene, die keine Mitglieder der
Nazipartei waren oder die abfällige Bemerkungen
über die Partei lieferten.
Nach seiner Ermordung wurde Gustloff zum Märtyrer und
Helden des Nazitums stilisiert und wurde in
einem staatlichen Begräbnis in Schwerin
beigesetzt. Auf diesem Begräbnis entschied sich
Hitler für den Namenswechsel des KdF-Schiffes,
das bis dahin seinen Namen tragen sollte, in
„Wilhelm Gustloff“.
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Hanefeld, Helmut
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Reserveleutnant auf dem Marine-Kurierboot VP-1703, das als
letztes Überlebende der „Gustloff“ rettete.
Tatsächlich war es nur ein einziger Überlebender:
ein Kind, das auf wundersame Weise zwischen
erfrorenen Körpern in einem Rettungsboot überlebte.
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Henigst, Hans
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Kommandant des Kreuzers "Admiral Hipper". Sein
Versuch, an der Rettungsaktion bei der Unglücksstelle
der „Gustloff“ teilzunehmen, war erfolglos.
Er ordnete daher an, dass sein Schiff das Gebiet
verlassen sollte, um so einem möglichen
U-Boot-Angriff durch sowjetische U-Boote
auszuweichen, damit die „Gustloff“ nicht ein
weiteres Mal gefährdet wird.
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Hering, Robert
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Kommandant des Torpedobootes T-36, das die Gustloff in dem
Moment erreichte, als sie in den Fluten versank.
Ursprünglich als Eskorte für die "Admiral
Hipper" eingeteilt, wurde Robert Hering von
deren Kommandant zur Rettung der Schiffbrüchigen
der Gustloff eingeteilt.
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Hitler, Adolf
(1889-1945)
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Führer der Nazi-Partei(NSDAP) in Deutschland seit den frühen
Zwanzigern bis zur Übernahme der Kontrolle über
das Land am 30. Januar 1933. Als die Rote Armee
die Stadt eingeschlossen hat, begeht er am 30.
April 1945 in seinem Bunker in Berlin
Selbstmord.
Hitler erklärte Marinesko, den Kommandanten des S-13, zu
seinem persönlichen Feind, als dieser die
"Gustloff" torpedierte.
Jahre vorher hat Hitler selbst Wilhelm Gustloff auf dessen
Beerdigung in einer Lobrede gewürdigt. In
dieser Zeit ergriff der abergläubische Führer
die Gelegenheit, das KdF-Schiff, welches bis
dahin seinen Namen am Bug tragen sollte,
umzubenennen.
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Jeissle, Eugen
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Leiter der Borddruckerei auf der "Gustloff" im
Januar 1945. Er war verantwortlich für den
Druck der begehrten Fahrkarten. Er nutzte die
gleiche Presse, die in glücklichen
Vorkriegstagen die Speisekarten auf den
Kreuzfahrten druckten.
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Kaufmann, Karl
(1900-1969)
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Reichsbeauftragter für Schifffahrt und Gauleiter von
Hamburg. Er leitete die Handelsschifffahrt, bis
Admiral Dönitz die Kontrolle übernahm, um eine
reibungslose
Zusammenarbeit mit der Flotte während der Operation
Hannibal zu gewährleisten.
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Koch, Erich
(1896-1986)
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Gauleiter der NSDAP in Ostpreußen. Er war ein extrem
nationalistischer Hardliner und verantwortlich für
die Deportation (Verschickung) hunderttausender
Menschen in ihren Untergang in den Todeslagern.
Als die Rote Armee das Gebiet einschloss, gab der feige
Erich Koch die Anweisung, dass alle Deutschen
bis zum bitteren Ende kämpfen sollten, während
er heimlich mit all seinen Gütern (vieles davon
war gestohlen) die Flucht nach Westen plante.
Er wurde 1949 in Hamburg von den Alliierten gefasst und nach
Warschau ausgeliefert. 1958 wurde er auf einem
Kriegs- verbrechertribunal verurteilt und
verbrachte die Jahre bis zu seinem Tode (1986)
in Gefangenschaft.
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Köhler, (Kapitän)
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Einer der beiden Handelsschiffkapitäne auf der Brücke der
"Gustloff" in der Nacht des
Untergangs. Er war einer der vier Kapitäne während
der Katastrophe, die alle 4 überlebten.
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Knust, Walter
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2. Ingenieur der Gustloff. Walters Frau Paula war in der
Nacht des Untergangs bei ihm. Beide überlebten
das Unglück.
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Kurochkin, Vladimir
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Torpedomaat an Bord des U-Bootes S-13. Er entdeckte, dass
Torpedo 2 („Für Stalin“) voll aktiviert im
Abschussrohr des S-13 stecken blieb. Dieser
Torpedo war – wie die anderen drei auch – für
die Gustloff bestimmt. Durch seine schnelle
Reaktion und mit ein wenig Glück konnte er –
nach bangen Momenten – den Torpedo unschädlich
machen. Stämmig und kräftig von der Statur
her, war Vladimir bei der Mannschaft für seine
Liebe zur anschaulichen (farbigen / blumigen)
Sprache bekannt und beliebt
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Lange, Rudi
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Funker auf der Wilhelm Gustloff in der Nacht des Untergangs,
damals 21 Jahre alt. Das SOS erreichte nie sein
Ziel, da die Funkstation durch einen
Torpedotreffer zerstört wurde. Das Torpedoboot
„Löwe“, das die Gustloff als einziges Boot
eskortierte, übernahm die Aufgabe, Langes SOS
weiterzuleiten.
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Ley, Robert
(1890-1945)
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Dr. Robert Ley (begleitete die Doktorwürde der Chemie an
der Universität Bonn), war von 1933 bis 1945
Leiter der Deutschen Arbeiterfront (DAF). Die
DAF wurde von Hitler ins Leben gerufen, um alle
anderen Gewerkschaften in Deutschland
auszuschalten. Dies geschah durch Einzug des
Vermögens und Verhaftung aller Gewerkschaftsführer.
Die DAF war die übergeordnete Organisation der „Kraft
durch Freude“ (KdF), die für den Unterhalt
und den Betrieb der Gustloff verantwortlich war.
Ley wurde unumstrittener Führer der Bewegung, die unter ihm
25 Millionen Mitglieder erreichte. Er war aber
ebenso für seine Trunksucht und seinem Hang zu
Frauen bekannt.
Nach Kriegsende floh er nach Berchtesgaden (Österreich),
wurde jedoch Mitte Mai von der 101. Luftdivision
der US-Army gefasst. Man stellte ihn –
besonders wegen seiner Rolle betreffend der
Zwangsarbeit -
als Kriegsverbrecher vor das Nürnberger
Tribunal. Er entging jedoch seiner Verurteilung,
da er sich noch vor seinem Prozess in seiner
Zelle erhängte.
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Löbel, Franz
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Chefingenieur der "Gustloff" im Januar 1945
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Lübbe, Carl
(unbekannt-1938)
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Er war der erste Kapitän der „Wilhelm Gustloff“ –
eine Ehre, die er nur für etwas mehr als einen
Monat genießen konnte. Er kommandierte das
Schiff während seiner Testfahrt, während zwei
früheren Kreuzfahrten und während der Reise
nach England als „schwimmendes Wahllokal“.
Er starb während der ersten offiziellen
Kreuzfahrt nach Madeira auf der Brücke.
Lübbe kommandierte vorher ein anderes KdF-Schiff: Das
„Monte Sarmiento“.
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Ludwig, Emil
(1881-1948)
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Ein schweizerdeutscher Autor, der durch seine Biographien
bekannt wurde. Er schrieb „Der Mord in
Davos“. Unmittelbar nach der Ermordung
Gustloffs im Februar 1936 geschrieben, stellt
Ludwig in diesem Buch die Eindrücke und Beweggründe
von David Frankfurters Tat dar. Er stellt dabei
klar, dass er im Sinne der Gerechtigkeit
handelte und dabei speziell in Hinblick auf die
deutsche Regierungspolitik. Ludwig verabscheute
den Nationalsozialismus und emigrierte in die
USA, wo er während des Krieges
antifaschistische Druckschriften für die
US-Regierung verfasste.
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Lyssy, Rolf
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Autor und Regisseur des Filmes „Konfrontation“ von 1975,
der von der Ermordung Gustloffs und David
Frankfurters Prozess handelt. Eine Kopie dieses
Films zu erhalten ist sehr schwierig, doch es
ist bekannt, dass er – unter den Bezeichnungen
„Assassination in Davos“ oder
„Confrontation“ – mit englischen
Untertiteln erhältlich ist.
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Luth, Gerhardt
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Zahlmeister der "Gustloff", Januar 1945
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Marinesko, Alexander I.
(1913-1963)
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Marinesko, Kapitän des russischen U-Bootes S-13, wurde von
Hitler aufgrund seiner Schuld am Untergang der
Wilhelm Gustloff und der Steuben
als dessen „persönlicher Feind“ erklärt.
Er verfügte über hervorragende Kenntnisse, Fähigkeiten
und Kühnheit auf See, aber Marineskos Verhalten
an Land brachte ihm während seiner Karriere
immer wieder Ärger ein. Er erwartete eine
Anerkennung seiner Kommandanten für den größten
U-Boot-Treffer in der Geschichte, wurde jedoch
in das gefürchtete Gulag Kolyma geschickt.
Marinesko wurde am 15. Januar 1913 in Odessa geboren. Seine
Mutter war Ukrainerin und sein Vater Rumäne.
Marinesko wuchs in Odessa während der unruhigen
Zeiten des Bürgerkrieges auf. Die sowjetische
Herrschaft griff auch in seiner Region um sich.
Er lernte, sich auf seinen Instinkt und Überlebenschancen
zu verlassen.
Nachdem er im Alter von fünfzehn Jahren die Schule verließ,
heuerte er auf einem Frachtschiff als
Kabinenjunge an. Ein Funktionär erkannte sein
Talent und innerhalb einem Jahr verschaffte man
ihm einen Platz am Marineinstitut in Odessa. Auf
der „Black Sea“, einem Küstenschiff, das
regionale Häfen belieferte, wurde er zum ersten
Maat befördert.
Nach der dramatischen Rettungsaktion eines Torpedobootes, an
der Marinesko beteiligt war, wurde er zur Marine
versetzt. Nach einem einjährigen nautischen
Studium fand er seine wahre Berufung, als er zur
U-Boot-Marine wechselte. Nach Einsätzen auf den
U-Booten „SC-306“ und „M-96“ (ab 1941),
erhielt Marinesko 1943 das Kommando auf dem
„S-13“.
Nachdem er die „Gustloff“ und auch die „Steuben“
versenkt hatte, verweigerte ihm die sowjetische
Marine die offizielle Anerkennung. Erst viele
Jahre später sollte sein Beitrag offiziell gewürdigt
werden. 1963 - nach seiner Zeit in Gulag -
wurde er von loyalen Seeleuten und
Gleichgesinnten, die ihn nie vergessen würden,
für seine Taten geehrt. Nur 3 Wochen nach der
Ehrenfeier erlag er seinem Krebsleiden.
Vor seinem Tod erhielt Marinesko zahlreiche Auszeichnungen,
doch der „Held der Sowjetunion“ (bezeichnend
durch den goldenen Stern mit dem roten Band)
wurde ihm verwehrt. Diese Auszeichnung wurde ihm
erst 1990 posthum von Gorbatschow verliehen.
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Oryel, Alexander Y.
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Kapitän ersten Ranges der sowjetischen Marine und
Marineskos befehlshabender Offizier. Er
verhinderte (bzw. verzögerte), dass Marinesko
Ärger mit dem NKWD bekam. Marinesko war schuld
daran, dass das S-13 Anfang Januar 1945 nicht
zur geplanten Zeit in Hangö auslaufen konnte.
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Petersen, Friedrich
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Als alter und erfahrener Seemann hatte er die einzigartige
Erfahrung, die „Gustloff“ zu kommandieren
– auf dem Höhepunkt ihrer Karriere bis hin zu
ihrem Untergang.
1938 vollendete er eine Kreuzfahrt, nach dem der erste Kapitän
der „Gustloff“ einem Herzinfarkt erlag.
Am 30. Januar 1945 stand er – im Alter von
siebenundsechzig Jahren – als offizieller
Kapitän auf der Brücke der „Gustloff“.
Als das Schiff im Februar 1944 in Gotenhafen vor Anker lag,
übernahm er das Kommando, das bis dahin Kapitän
Bertram oblag.
Nach Kriegsbeginn wurde er von den Briten
gefangen genommen und als Kriegsgefangener fest
gehalten. Da er als „zu alt“ eingestuft
wurde, um eine Gefahr für die Alliierten
darzustellen, schickte man ihn nach Deutschland
zurück. Er musste jedoch ein schriftliches
Versprechen abgeben, nie mehr das Kommando über
ein Schiff zu übernehmen. Es schien daher ein
perfekter Kompromiss, dass er als Kapitän der
„Wilhelm Gustloff“ diente, die fast
dauerhaft im Hafen lag und als Unterkunft für
U-Boot-Einheiten genutzt wurde.
Petersen überlebte den Untergang. Er fuhr jedoch nie wieder
zur See und starb kurz nach Kriegsende.
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Pikhur, Andrei
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28-jähriger Petty Officer (Wachoffizier) auf dem S-13. Er
war der Torpedoexperte des U-Bootes und hielt während
der der
Verfolgung der Gustloff Ausschau.
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Porsche, Ferdinand
(1875-1951)
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Gründer gleichnamiger Firma und Namensgeber des berühmten
Autos (eigentlich in den 50er Jahren von seinem
Sohn entworfen). Porsche entwarf nach einer
groben Skizze von Adolf Hitler den Volkswagen
Beetle (im Nazi-Deutschland bekannt als
„KdF-Wagen“). Während der Italienkreuzfahrt
befand sich Porsche als Gast an Bord der
„Gustloff“.
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Prüfe, Paul
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Kapitänleutnant und Kommandant des Torpedobootes „Löwe“,
das die „Gustloff“ in der Nacht ihres
Untergangs eskortierte.
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Redkoborodov, Nikolai
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24jähriger Navigator aus Leningrad, der sich im Januar 1945
auf dem S-13 befand.
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Reese, Louis
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Kapitän Petersens erster Offizier und Freund; befand sich
im Januar 1945 an Bord der „Gustloff“.
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Reitsch, Wilhelmina
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Frau Reitsch, stationiert in Gotenhafen, befehligte 10.000
Marinehelferinnen. Sie entschied, dass die
„Gustloff“ das erste Evakuierungsschiff sein
würde, auf das ihre „Mädchen“ gehen würden
Die meisten der 400 Mädchen, die dafür ausgewählt
wurden, verloren durch den Einschlag des zweiten
Torpedos ihr Leben. Der Torpedo traf den
Swimmingpool, der ihnen als Unterkunft diente.
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Richter, Hellmut Dr.
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Marine-Oberstabsarzt und Schiffsarzt der „Gustloff“;
Januar 1945.
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Richter, Heinz
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Funker auf dem Torpedoboot „Löwe“, das den SOS-Ruf der
Gustloff empfing und weiterleitete.
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Rickmers, Henry
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Leutnant und Kommandant des „M-341“, dem Minensuchboot,
das in der Unglücksnacht 37 Überlebende der
„Gustloff“ rettete.
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Schön, Heinz
(1926-
)
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Autor und Gustloff-Historiker. Er war Assistent des
Zahlmeisters der Gustloff und befand sich in der
Nacht des Untergangs (30. Januar 1945) an Bord
des Schiffes.
Herr Schön verwaltet das Gustloff-Archiv in Bad Salzuflen,
Deutschland.
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Schnaptsev, Ivan
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Wachoffizier des S-13 und verantwortlich für die Horchgeräte.
23 Jahre alt und schmächtig.
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Segelken, Friedrich
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Kapitän des Frachters "Göttingen", der in der
Unglücksnacht 28 Überlebende der
„Gustloff“ rettete.
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Silberroth, Moses
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Jüdischer Rechtsanwalt in Davos (Schweiz). Wilhelm
Gustloffs Frau Hedwig erledigte von Zeit zu Zeit
Schreibarbeiten für ihn, um ihr Einkommen
aufzubessern.
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