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Bad Salzuflen, Deutschland

Stadt im Nordwesten Deutschlands und „Heimat“ des Überlebenden und Gustloff-Historikers Heinz Schön. Hier verwaltet er sein Gustloff-Archiv.

Berlin, Deutschland

 

Heute und während des 2. Weltkrieges Hauptstadt von Deutschland. Hitler kommandierte sein Imperium von der hier befindlichen Reichskanzlei aus, die von seinem Architekten Albert Speer entworfen wurde.

Berlin ist eine von Europas „jüngeren“ Städten und hat seine Wurzeln im 12. Jahrhundert, als zwei Siedlungen an beiden Seiten des Flusses Spree (Berlin und Cölln) entstanden. Die 2 Städte vereinigten sich 1709 unter dem Namen Berlin. 1871 wurde Berlin Hauptstadt des Deutschen Imperiums. 

Bern, Schweiz

Das reizende Bern ist die Hauptstadt der Schweiz und hinsichtlich der Bevölkerungsdichte (heute 130.000 Einwohner) die viertgrößte Stadt.

Eingebettet in einer Halbinsel in einer Biegung des Flusses Aare, hat sein ruhiges, mit Kopfsteinpflaster besetztes Stadtzentrum mit seiner unverwechselbaren Architektur seit den letzten 500 Jahren fast das gleiche Aussehen beibehalten. Albert Einstein war hier zu Hause, als er 1905 seine „Relativitätstheorie“ veröffentlichte.

Als David Frankfurter im Oktober 1933 Deutschland verließ, ließ er sich in Bern nieder, um sein Medizinstudium an der Berner Universität wieder aufzunehmen. Er wurde jedoch zusehends von dem Wunsch überwältigt, etwas gegen die Nazibedrohung zu unternehmen. Am 31. Januar 1936 kehrte er seinem Haus in Bern endgültig den Rücken zu. 5 Tage später erschoss er in Davos Wilhelm Gustloff.

Berner Universität

Die Universität der Stadt Bern, in der David Frankfurter sporadisch Medizin studierte. Er hoffte, her seine Doktorarbeit zum Thema „Krebs“ zu vollenden. Er erreichte dieses Ziel nie; Stattdessen ermordete er den Schweizer Naziführer Wilhelm Gustloff.

Bremerhaven, Deutschland

Siehe „Wesermünde“

Bucht von Gdansk

siehe „Danziger Bucht“

Danzig (Gdansk), Deutschland

Danzig – heutzutage Gdansk – befindet sich in Polen. Danzig war  ursprünglich eine deutschsprachige Stadt in Ostpreußen und seit dem 14. Jahrhundert ein Haupthafen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Danzig offiziell als “freie” Stadt deklariert und wurde unter der Schirmherrschaft des Bundes der Nationen regiert.

 

Spannungen zwischen Polen und Deutschen in Hinblick auf die Stadt waren ein Vorwand für die Invasion der Deutschen in Polen im Jahre 1939.  

Danziger Bucht

Bekannt als der Golf (oder die Bucht) von Gdansk. Dieses südöstliche Gebiet der Ostsee bot perfektes Gewässer für die Operationen der Deutschen U-Boot Trainingseinheiten im  2. Weltkrieg.

 

Derzeit umgeben Polen und ein Teil von Russland die Bucht; aber gegen Ende des 2. Weltkrieges gehörte das Gebiet vorrangig zu deutschem Territorium (Ostpreußen / Pommern). 

Davos, Schweiz

Eine kleine Stadt im Osten der Schweiz und Heimat des Schweizer Naziführers Wilhelm Gustloff für mehr als 20 Jahre bis hin zu seiner Ermordung im Februar 1936.  

Davos zählt zu den bekannten und beliebten Wintersportorten.

Es errang weitläufige Anerkennung für sein Klima – basierend auf seiner Lage in einem der höchsten Täler Europas. Viele Ärzte erachteten Davos als nützlich für Patienten mit Lungenleiden. Wilhelm Gustloff litt an Tuberkulose und wurde auf Befehl seines Arztes 1914 nach Davos geschickt.

Fjorde von Norwegen

Die berühmten Fjorde von Norwegen waren ein beliebtes Ziel für KdF-Schiffe wie die Wilhelm Gustloff. Die meisten Kreuzfahrten in der Nordsee beinhalteten auch Besuche an der Westküste Norwegens, so dass die Passagiere die weltberühmte Landschaft sehen konnten, die vor vielen Jahrhunderten entstand, als Gletscher sich zurückbildeten und spektakuläre „Ergebnisse“ hinterließen.

Während den KdF-Kreuzfahrten war es den Teilnehmer niemals gestattet, in Norwegen an Land zu gehen. Die Fjorde durften nur von den Decks der Schiffe bewundert werden.

Flensburg, Deutschland

 

Flensburg – eine von Deutschlands nördlichsten Städten – befindet sich im Bundesland Schleswig-Holstein an der deutsch-dänischen Grenze. Flensburg gehörte zu den Haupthäfen der dänischen Monarchie und besitzt bis heute eine bedeutsame dänische Gemeinschaft.

Wenn die Gustloff in ihrer verhängnisvollen Nacht versucht hätte, sich vor der Entdeckung durch die Alliierten zu verstecken, so wäre Flensburg der 2. Stopp und das letzte Ziel der Reise gewesen. Der ursprüngliche Plan war, dass Militärpersonal in Kiel abgesetzt werden sollte; die Gustloff sollte nach Flensburg weiterfahren, um dort alle Flüchtlinge auszuschiffen.

Interessant ist, dass Admiral Karl Dönitz (der die Evakuierung, die auch die Gustloff einschloss, befahl) floh und nach Kriegsende von Alliierten in Flensburg gefangen genommen wurde. 

Frankfurter Universität

Gegründet 1914 mit privaten Mitteln. Die Frankfurter Universität war eine der Bildungseinrichtungen, die David Frankfurter besuchte, um seinen Medizinabschluss zu erhalten. 

Frisches Haff

Ein Haff der Ostseeküste in Nordpolen (früher Ost- und Westpreußen). Da es während der Wintermonate zufror, konnten Anfang 1945 Flüchtlinge über das Haff zu den Danziger Häfen zu gelangen, ohne mit russischen Bodentruppen in Kontakt zu kommen. Allerdings hatte diese Flucht seinen Preis: Sowjetische Flugzeuge nahmen die Flüchtlinge unter Beschuss und warfen Bomben auf die Flüchtlingstruppen. Ein direkter Beschuss der Personen war nicht nötig, dass die Menschen mit ihren Wagen und Planwagen unterwegs waren und Pferde wie auch Wagen und Menschen brachen durch die Angriffe im Eis ein.

Das Frische Haff ist heute auch als „Vistula Lagune“ bekannt.

Gdansk, Polen

siehe „Danzig“

Gdingen

 

Ein früherer deutscher Name für Gotenhafen/Gdynia und heutzutage benutzt als offizielle deutsche Übersetzung für die Seehafenstadt in Polen.

Gdynia, Poland

siehe „Gotenhafen“

Genua, Italien

Eine Seehafenstadt in Norditalien, die der Wilhelm Gustloff während ihrer Winterkreuzfahrten (1938/39) rund um den „Stiefel“ Italiens als Heimathafen diente.

Golf von Gdansk

siehe „Danziger Bucht“

Gotenhafen, Deutschland

Gdynia , nach dem 1. Weltkrieg Teil des pommerschen Polen, wurde gegen Ende 1939 von den Nazis eingenommen. Anschließend wurde es – nach den Goten – in Gotenhafen umbenannt.

Gdynia entwickelte sich – aufgrund der Spannungen zwischen Polen und Deutschland nach dem 1. Weltkrieg - zu einem Hauptseehafen. Die Polen, frustriert über den Einfluss der Deutschen auf den Haupthafen von Danzig, entschieden sich für den Bau einer Schifffahrt- und Hafeninfrastruktur in Gdynia.

Nach der Annexion 1939 erweiterten die Nazis die Infrastruktur in Gotenhafen und verwandelten es in die Hauptbasis der Kriegsmarine und schließlich in den Heimathafen der Wilhelm Gustloff für über 4 Jahre.

Auch heutzutage bleibt Gdynia ein wichtiger Seehafen der Danziger Bucht mit einer Einwohnerzahl von über 1 Millionen Menschen in den umliegenden Hauptgebieten.

Hamburg, Deutschland

Deutschlands zweitgrößte Stadt (nach Berlin ) und sein Haupthafen. Wie schon vor Jahrhunderten, so ist der Hamburger Hafen auch heute noch der “Wirtschaftsmotor” der Stadt.

Zwischen August 1936 und März 1938 wurde in den Hamburger Schiffswerten von Blohm & Voss die Wilhelm Gustloff erbaut.

Hangö, Finnland

Eine kleine Hafenstadt an der Südküste Finnlands, gegründet 1874. Während dem 2. Weltkrieg diente Hangö der sowjetischen Marine als Basis. Kapitän des U-Bootes S-13 – Alexander Marinesko – wurde hierher versetzt aufgrund seiner fragwürdigen Aktivitäten in Turku, wegen denen er das festgelegte Auslaufdatum 2. Januar 1945 verpasste.

Während er vorerst im Unklaren gelassen wurde, erteilte man ihm letztendlich die Erlaubnis und er stach am 11. Januar 1945 von diesem Hafen aus zur See. Nach 19 Tagen auf See torpedierte das S-13 die Gustloff.

Hanko, Finnland

siehe „Hangö, Finnland“

Hela Halbinsel

Ein 35km langer Sandstreifen im nordwestlichen Gebiet der Danziger Bucht, der die Bucht von Puck von der Ostsee trennt.

Deutsche Schiffe, die von Januar bis Mai 1945 Richtung Westen flüchteten, passierten diese Halbinsel. Ihre Leuchttürme waren oft von Deck aus sichtbar und so eine große Hilfe bei der Navigation. 

Anfangs glaubte die Besatzung auf dem Kommandoturm des sowjetischen U-Bootes S-13 irrtümlicherweise, dass die gesichteten Lichter von den Leuchttürmen dieser Halbinsel stammten. Bedauerlicherweise erkannten sie bald, dass es sich um die Lichter des ehemaligen KdF-Kreuzschiffes Gustloff handelte.

Hotel Metropol-Löwen

Das Hotel in Davos (Schweiz), in dem David Frankfurter für 4 Tage und Nächte wohnte, um sein Attentat auf Wilhelm Gustloff vorzubereiten.

Kaliningrad, Russland

siehe „Königsberg“

Kiel, Deutschland

Stadt in Norddeutschland an der Ostsee. Kiel war der Basishafen für die die Hauptkriegsmarine bis zum Ende des 2. Weltkrieges.

Kiel wäre der 1. Zielort der Wilhelm Gustloff gewesen, wenn diese in der Lage gewesen wäre, ihre Reise am 30. Januar 1945 zu beenden. Hier sollte das gesamte Militärpersonal von Bord gehen. Die Gustloff sollte anschließend ihre Reise nach Flensburg fortsetzen, um die tausenden Flüchtlinge auszuladen, die im Schiff „eingepfercht“ waren.

Zur Zeit als Lazarettschiff, brachte die Gustloff während der Kämpfe in Norwegen 1940 verwundete Soldaten von Oslo nach Kiel. Defekte Minensuchgeräte wurden in dieser Marinebasis ebenfalls repariert.

Klaipeda, Litauen

siehe „Memel“

Kolberg

Küstenstadt an der Südküste der Ostsee. Hierher brachte das Torpedoboot Löwe Überlebende der Gustloff-Katastrophe.

Kołobrzeg

siehe “Kolberg”

Kolyma Zwangslager

Sowjetisches Zwangslager, in dem Alexander Marinesko (Kapitän des U-Bootes S-13) für fragwürdige Verbrechen 3 Jahre verbrachte.

Die Kolyma-Region im Nordosten Sibiriens war berüchtigt für sein Zwangslager und war Teil der Gulag Archipelago, über das Aleksandr Solzhenitsyn 1973 in seinem Buch schreibt.

Königsberg, Deutschland

Ehemalige Hauptstadt Ostpreußens bis 1945, als die Sowjets es in ihr Territorium annexierten und in Kaliningrad umbenannten.

Kopenhagen (Dänemark)

Dänemarks größte Stadt und zugleich Hauptstadt. Kopenhagen stand bis zum Ende des 2. Weltkrieges unter Kontrolle der Nazis.

Nach dem Zusammenbruch von Nazideutschland wurden viele Schiffe in der Operation Hannibal nach Kopenhagen umgeleitet, anstatt sie nach Deutschland zu schicken. Viele Überlebende der Gustloff-Katastrophe, die das Ufer erreichten und sich von ihren Torturen erholen konnten, erreichten Kopenhagen mit anderen Flüchtlingsbooten und Schiffen.

Kronstadt

Eine Festungsinsel in der Ostsee; Die Hauptbasis der Sowjetischen Marine. Kronstadt befindet sich 30km westlich von St. Petersburg (Leningrad) und ist auch heute noch Basis der baltischen Flotte.

Kurpark 2

„Zu Hause“ von Gustloffs älteren Nachbarn, von denen aus David Frankfurter die Polizei anrief, um diese von seiner Tat zu informieren.

Kurpark 3

Das “Zu Hause” von Wilhelm und Hedwig Gustloff in Davos (Schweiz) und Ort der Ermordung Gustloffs.

Leipziger Universität

Universität, an der David Frankfurter studierte, bevor er an die Frankfurter Universität wechselte, um dort seinen Doktortitel zu erhalten.

Leningrad, Sowjetunion

Leningrad (nach dem Fall der Sowjetunion in St. Petersburg umbenannt), war während des 2. Weltkrieges (in Russland als “Großer Vaterlandskrieg” bekannt) Heimatbasis für Alexander Marineskos U-Boot S-13.

1703 von Peter dem Großen gegründet, ist Leningrad Russlands zweitgrößte Stadt und sein wichtigster Ostseehafen. Zwischen Dezember 1941 und Januar 1944 stand es unter Belagerung der Deutschen Wehrmacht aber kapitulierte nicht – trotz entsetzlicher Verluste. Für seinen Einsatz, die Stadt zu schützen, erhielt Marinesko eine von vielen Orden für die „Verteidigung Leningrads“, die heldenhaften Bürgern verliehen wurden.

Madeira

Eine von zwei bewohnten Inseln des “Madeira Inselarchipels” im Nordatlantik. Seit Jahrhunderten unterlagen die Madeira Inseln der portugiesischen Herrschaft und wurden erst nach einer demokratischen Revolution im Jahre 1976 autonom.

Madeira war ein beliebter Stopp auf Kreuzfahrten der KdF während den Vorkriegsjahren. Madeira war das erste südliche und exotische Ziel für die Gustloff und Bestandteil ihrer „offiziellen“ Jungfernfahrt. 

Mayakovskoye, Russland

siehe „Nemmersdorf, Deutschland“

Memel

Memel (heute Klaipeda, Litauen) war eine traditionelle ostpreußische Stadt bis der Versailler Vertrag nach dem 1. Weltkrieg die Stadt von Deutschland separierte.

Im März 1939 wurde es wieder Deutschland zugewiesen, als Litauens Führer feststellten, dass sie den Wünschen der Bewohner, wieder zum Reich zu gehören, nachgeben mussten. Es war der letzte der so genannten „Blumenkriege“ (die anderen betrafen Österreich und das Sudetenland). Diese wurden so genannt, dass kein Blutvergießen nötig war und keine signifikante Herausforderung seitens der weltweiten Gemeinschaft bestand.

Gegen Ende Januar 1945 patrouillierte Alexander Marinesko (Kapitän des S-13) vor der Küste von Memel und unterstützte das Vordringen der Roten Armee in die Stadt. Die Sowjets hielten das Gebiet eindeutig unter Kontrolle und es gab nur minimale Gelegenheiten für einen Eingriff seinerseits. Daher entschied er sich - am frühen Morgen des 30. Januar – auszubrechen und sich nach Danzig zu richten, ohne dies seinen Vorgesetzten mitzuteilen. Er nahm an, dass er so mehr Gelegenheiten für sich finden könnte. Stunden später bewahrheiten sich seine Vermutungen als er begann, die Wilhelm Gustloff zu verfolgen. Schon bald würde er den größten Treffer erzielen, den je ein U-Boot erzielt hatte.

Mittelmeer

Das Mittelmeer schließt eine Fläche von fast 2.5 Millionen km² ein und grenzt an zahlreiche europäische, afrikanische und asiatische Länder. In alten Zeiten diente das Mittelmehr als Transportweg und war ein wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung der westlichen Zivilisation.

Für die Schiffe der KdF (auch für die Wilhelm Gustloff) diente es während der 30er Jahre als “Winterheimat” – vorrangig für Reisen um den “Stiefel” von Italien.

Nemmersdorf, Deutschland

Nemmersdorf war die erste Siedlung der nazideutschen Vorkriegsgrenzen, die in die Hände der Alliierten fielen.

Die Sowjetische Rote Armee rückte im Oktober 1944 in die Ostpreußische Stadt ein. Zu der brutalen Rache zählte auch ein Massaker, dem 26 Zivilisten zum Opfer fielen. Als die Deutschen die Stadt mit einem Gegenangriff wieder einnahmen, verbreitete die „Wochenschau“ der Nazis in rasendem Tempo die Informationen zu den stattgefundenen Grausamkeiten.

Die Nazis nutzten Nemmersdorf als Propagandawerkzeug und hofften so, den Vorsatz der Deutschen Streitkräfte stärken und die Gefahr des Bolschewismus für den Rest der Welt demonstrieren zu können.

Die einzige Auswirkung der „Wochenschauen“ war die Intensivierung der Panik und der Anstieg der Flüchtlinge zu den Häfen im Danziger Gebiet.

Nordsee

Ein Meer des Atlantischen Ozeans, das an die Küsten Nordwesteuropas, Großbritanniens und Skandinaviens grenzt.

Während Friedenszeiten 1938/39 (in den wärmeren Monaten; Hauptziel: die Norwegischen Fjorde) und als Lazarettschiff in den 40er Jahren (zur Unterstützung während der norwegischen Kämpfe) kreuzte die Wilhelm Gustloff in der Nordsee

Norwegische Fjorde

siehe „Fjorde von Norwegen“

Odessa

Eine ukrainische Hafenstadt am Schwarzen Meer und Geburtsort des sowjetischen U-Boot-Kapiäns Alexander Marinesko.

Oslo, Norwegen

Hauptstadt von Norwegen und Hafen, in dem die Wilhelm Gustloff als Lazarettschiff D festmachte, um die Deutschen Streitkräfte zu unterstützen.

Ostermundingen (Schießplatz)

David Frankfurter führte auf diesem Schießplatz in Bern seine Schießübungen durch als Vorbereitung auf das Attentat auf Gustloff.

Ostpreußen

Dieses ehemalige Königreich im Nordmitteleuropa wurde 1871 unter Orchestrierung des Premierministers Otto von Bismarck offizieller Teil des Deutschen Reiches.

Während dem 1. Weltkrieg blieb es weiterhin Teil von Deutschland, nur vom Danziger Korridor (nach Deutschlands Niederlage offiziell an Polen abgetreten) getrennt. Ostpreußen bleibt weiterhin Teil von Deutschland, bis sich 1945 die Sowjets an dem brutalen Eingriff in ihrem Mutterland rächen. Ostpreußen, die in panischer Angst vor den Torturen und dem Tod flüchten wollen, strömten in die Danziger Häfen (auch Gotenhafen/Gdynia, das 1939 annexiert wurde), um an Bord von Schiffen zu gelangen, die in Richtung Westen – zum deutschen Festland – fuhren.

Im 2. Weltkrieg wurde Ostpreußen formell an Polen und Russland aufgeteilt. Der Besitz von vielen Ostpreußen, die vor der Roten Armee flüchteten und nach Kriegsende zurückkehren wollten, wurde konfisziert. Die Flüchtigen wurden endgültig ausgewiesen.

Ostsee

Ein relativ seichter Binnensee, der von Ländern Nordosteuropas und Skandinaviens umgeben ist. In der Ostsee, in der Nähe der Stolpe Bank - vor der Küste des heutigen Polens -, erlag die Wilhelm Gustloff am 30. Januar 1945 ihrem Schicksal.

Oxhöft Pier

Das Pier in Gotenhafen (Gdynia), an dem die Wilhelm Gustloff während der meisten Zeit des 2. Weltkrieges andockte.

Palermo, Italien

Von vielen betrachtet als die am meisten umkämpfte und eroberte Stadt in der Geschichte. Palermo ist die Hauptstadt und administrativer Kern von Sizilien.

In den Jahren vor dem 2. Weltkrieg, galt Palermo als beliebter Halt für KdF-Schiffe wie der Wilhelm Gustloff.

Rotterdam, Niederlande

Hafen, in dem die Gustloff als Lazarettschiff D stationiert gewesen wäre, um die Operation Seelöwe (geplante, jedoch nicht durchgeführte Invasion von England) zu unterstützen.

St. Petersburg, Russland

siehe „Leningrad“

Schwerin, Deutschland

Eine von einer Seenlandschaft umgebene Stadt im Norden Deutschlands. Geburtsort und Platz der „letzten Ruhe“ des Schweizer Naziführers Wilhelm Gustloff.

Smolny Marinebasis

Sowjetische Marinebasis in Turku (Finnland) während den letzten Jahren des 2. Weltkrieges.

Stockholm, Schweden

Größte Stadt und Hauptstadt von Schweden. „Zu Hause“ des „Lingiad“ – einem weltweiten Gymnastikfestival, das Ende Juli 1939 stattfand. Die Gustloff, die am Festland vor Anker lag, wurde für über 1.000 junge deutsche Turner zum schwimmenden Schlafsaal.

Stolpe Bank

Ein relativ seichtes Becken in der Nordsee, ein paar Kilometer nördlich der Küste des heutigen Polens im Gebiet von Leba und Ustka. Die Gustloff versank nördlich der Stolpe Bank.

Swinemünde, Deutschland

Pommersche Stadt (heute Swinoujiscie, Polen), die im 2. Weltkrieg als deutsche Marinebasis diente.

Während der Zeit als Lazarettschiff brachte die Gustloff verwundete Soldaten der norwegischen Kämpfe 1940 von Oslo nach Swinemünde.

Vor dem Krieg begannen einige der Gustloff-Kreuzfahrten in dieser Seefahrt-Stadt oder schlossen hier an.

In der Nacht des Unterganges brachte der Minensucher M-387 (AKA TS2) 98 Überlebende der Gustloff-Katastrophe nach Swinemünde.

Swinoujscie, Polen

siehe „Swinemünde, Deutschland“  

Tilbury, England

Am nördlichen Ufer des Flusses Themse gelegen, war Tilbury Jahrhunderte lang Londons Hauptpassagierhafen. Heutzutage dient Tilbury als größter Transport- und Containerhafen.

Am 10. April 1938 ankerte die Wilhelm Gustloff in der Nähe der Tilbury Docks östlich von London 3 Meilen von der Küste entfernt, um in internationalen Gewässern zu bleiben. Das Schiff diente als schwimmendes Wahllokal für in England lebende Deutsche und Österreicher, die über die Annexion von Österreich in das Dritte Reich abstimmen sollten. Die Wahlberechtigten wurden von den Tilbury Docks aus mit Fähren auf die Gustloff gebracht.

Tokio, Japan

Ort der für 1940 geplanten Olympischen Spiele. Robert Ley, Leiter der DAF, gab bekannt, daß er seine KdF-Schiffe (inkl. der Gustloff) für dieses Ereignis über Amerika nach Tokio senden würde. Er erwartete, daß ein Konvoi von bis zu 12 Schiffen – gefüllt mit Arbeitern und Athleten – Segel setzen und entlang verschiedener auf dem Weg liegenden Häfen fahren würde, damit die Passagiere „etwas von der Welt sehen können“. Die Olympischen Spiele wurden mit Ausbruch des 2. Weltkrieges abgesagt und die geplante Exkursion fand somit nie statt.

Tripolis

Heute befindet sich Tripolis in Lybien. Während der Zeit des 1. und 2. Weltkrieges war es Teil der italienischen Kolonie und ein bevorzugter Stopp auf KdF-Kreuzfahrten (auch mit der Wilhelm Gustloff) im Mittelmeer.

Turku, Finnland

Turku befindet sich im südwestlichen Teil von Finnland und war Heimat für die “Smolny-Marinebasis” der Sowjets während des letzten Teils des 2. Weltkrieges.  

Turku ist der berüchtigte Ort, von dem Kapitän Alexander Marinesko nach Beginn des Neuen Jahres am 31. Dezember 1944 verschwand. Er verschwand in einen Dunst von Alkohol und Bordellen und konnte erst einen Tag nachdem sein U-Boot S-13 mit der gesamten Crew den Hafen verlassen sollte (2. Januar 1945), entdeckt werden.

Vigo, Spanien

Eine Stadt am Atlantik im Nordwesten Spaniens. Vigo ist ein Hauptzentrum für Schifffahrt und Fischerei.  

Zwischen 1936 und 1939 herrschte in Spanien ein Bürgerkrieg. Nazideutschland unterstützte den faschistischen Diktator Francisco Franco, der letztendlich siegte. Circa 20.000 Deutsche dienten in Spanien als Teil der berüchtigten Legion Kondor.

Nach dem offiziellen Ende des Bürgerkriegs Ende Mai 1939 wurde die Wilhelm Gustloff kurzzeitig von ihren Kreuzfahrtpflichten entbunden und zum Hafen von Vigo beordert. Neben einem Konvoi deutscher Schiffe holte die Gustloff über 1.400 Truppenmitglieder der Legion Kondor ab und brachte sie zurück nach Hamburg, wo sie mit Triumph willkommen geheißen wurden.

Wesermünde, Deutschland

Der Hafen, in dem die Wilhelm Gustloff zusammen mit anderen Schiffen die Ausführung der “Operation Seelöwe” (die geplante aber nicht durchgeführte Invasion von England) vorbereitete.  

Heute ist die Stadt unter dem Namen Bremerhaven bekannt.

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